Schutzzeiträume

Die Stadt Leipzig wird von einer Auenlandschaft europäischen Ranges (Natura 2000) durchzogen. Auch in nationalem Rahmen ist der Raum als Landschaftsschutzgebiet geschützt, Teile davon als Naturschutzgebiet. Bestimmte Gewässerabschnitte erfordern aufgrund einer besonders empfindlichen Tier- und Pflanzenwelt speziellen Schutz. Hier gelten besondere Nutzungsregeln. Respektieren Sie die Natur. Befahren Sie nicht gekennzeichnete und abgesperrte Nebengewässer und nutzen Sie zum Anlegen nur die vorgesehenen und gekennzeichneten Stellen.

Befahrbarkeit Floßgraben (Kurs 1)

Der Floßgraben stellt ein ökologisch besonders wertvolles, aber auch äußerst sensibles Gewässer im südlichen Auwald der Stadt Leipzig dar. Eine herausragende Bedeutung hat er als Brutstätte für den Eisvogel, der nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt ist und eine Zielart des europäischen Vogelschutzgebietes "Leipziger Auwald" darstellt.

Die Reproduktionsperiode des Eisvogels im Floßgraben kann bereits Anfang März beginnen. Gerade zu Beginn der Reproduktionsphase reagiert die Art auf Störungen besonders empfindlich, insbesondere da die Bindung an den Nistplatz noch weniger stark ausgeprägt ist und die Vögel viel Zeit zum Graben der Brutröhren benötigen.

Seit 1. März 2015 gilt für den Floßgraben die Allgemeinverfügung über besondere Schutzmaßnahmen für den Eisvogel. Das Befahren des Floßgrabens mit Kajaks und Kanus ist somit täglich nur von 11 bis 13 Uhr, 15 bis 18 Uhr und 20 bis 22 Uhr erlaubt. Verboten hingegen ist das Befahren des Gewässers mit maschinenbetriebenen Wasserfahrzeugen aller Art, das Betreten von beiderseitig 20 Meter breiten Uferbereichen und das frei laufen lassen von Hunden entlang des Floßgrabens.

Schutzzeiträume Weiße Elster

Kanufahrer haben die Möglichkeit, die einzigartigen Naturabschnitte der Weißen Elster unter Einhaltung einiger Verhaltensregeln und besonderer Schutzzeiträume zu befahren. Die Regelungen zu einem saisonalem Verzicht auf das Befahren in den Naturvorrangbereichen dient dem Schutz von Natur und Landschaft. Das Einhalten ist in aller Interesse und eine Verpflichtung, die jeder Naturfreund gerne erfüllt.

Genehmigungen für die Weiße Elster gibt es beim:
Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Referat Naturschutz, Landschaftspflege
(Referatsleiter: Dr. Thalmann,
Dessauer Str. 70, 06118 Halle/Saale, Tel.: 0345/514-2600
E-Mail: uwe.thalmann@lvwa.sachsen-anhalt.de

Hinweis: laut Schutzgebiets-Verordnung sind Kanu-Fahrten dort drei Werktage vorher anzuzeigen

 
Abschnitt Befahren kein Befahren im besonderen Schutzzeitraum Anmerkungen
Kurs 1a
Knauthain bis
Wehr Großzschocher
Befahrung ist freigegeben 15. Februar - 15. Mai  
Kurs 3
Wehr Wahren bis Einmündung Luppe Befahrung nur in organisierter Form 1. Januar - 31. Juli z.B. vereinsgebunden oder in Gruppen über Anbieter von geführten Kanutouren
Wehr Döllnitz bis Röpzig Befahrung nur mit Sondergenehmigung Mai, Juni und September Sondergenehmigung bei:
Wasserwanderwart/ Breitensport:
Harald Zeiler
Wilhelm-Schrader-Str. 9a, 06120 Halle
Telefon: 0345 / 770 31 85
Mobil: 0172 / 365 1623
E-Mail: zeiler-kunststoffe@gmx.de

Hinweis:
Die Regelungen zu saisonalem Befahrungsverzicht in den Naturvorrangbereichen sowie zum Verzicht auf Fahrten bei Niedrigwasser sind Selbstverpflichtungen zum Schutz von Natur und Landschaft.

Im Rahmen eines Monitorings, das begleitend zur Entwicklung der wassertouristischen Nutzung in den Schutzgebieten erfolgt, wird die Effizienz aller Regelungen überprüft. Bei veränderten Rahmenbedingungen kann nachsteuernd reagiert werden. In Bezug auf die bisherigen Selbstverpflichtungen kann dies über förmliche Anerkennungen (Unterzeichnung eines Regelbuches durch Vereine, kommerzielle Anbieter, Gebietskörperschaften) bis hin zur gesetzlichen Verankerung in naturschutz- oder wasserrechtlichen Verordnungen führen.