Die bisherige Umsetzung

Baustelle Stadthafen Luftbild
Baustelle Stadthafen Luftbild
Um die Kurse für die verschiedenen Bootstypen nutzbar und attraktiv zu machen, sind insgesamt über 100 Einzelmaßnahmen erforderlich. Das Spektrum reicht vom Bau des zentralen Stadthafens in Leipzig über die Herstellung und den Ausbau von Gewässerabschnitten, den Bau von Schleusen oder einfachen Anlegestegen bis zu Umtrageeinrichtungen für Kanuten (Planungen). Die Maßnahmen werden schrittweise umgesetzt. Als ertes ist der Kurs 1 seit 2011 durchgängig bis zum Cospudener See befahrbar. An zweiter Stelle steht der Kurs 5. Mit der Realisierung werden die Verbindungen von Leipzig in den Südraum für das gewässerangepaßte Motorboote befahrbar.

Schlüsselkurse in den Südraum: mit dem Boot zum Cospudener See

Der Startschuss zur Umsetzung wurde mit der Entschlammung des Floßgrabens zwischen der Pleiße und dem Cospudener See in den Jahren 2000-2004 gegeben. Seit Sommer 2006 ist die Schleuse Cospuden als erste selbst zu bedienende, automatische Schleuse in Betrieb. 

Mit dem Bau der Schleuse Connewitz und dem Brückenneubau an der S 46 (fertiggestellt 2009) kann der Kurs 1 in der Saison 2011 als erste mit dem LeipzigBoot nutzbare Verbindung zwischen Leipzig und den Seen im Südraum befahren werden. Nach der Beseitigung der Flachstellen in der Pleiße ist auch der Kurs 5 bis zum agra-Wehr mit dem Motorboot befahrbar. Für eine Anbindung an den Markkleeberger See wird eine Schleuse am agra-Wehr und ein neuer schiffbarer Kanal gebaut. Gegenwärtig laufen die Planungen für diese Maßnahmen. 

Auch für die Kanuten werden die Kurse attraktiver ausgestattet. Entlang der Pleiße zwischen Böhlen und Leipzig sind Steganlagen geplant, der Steg an der Rennbahn kann bereits heute genutzt werden.

Stadthafen Leipzig: das wassertouristische Herzstück

Der Leipziger Stadthafen ist zukünftig das Herzstück des Gewässerverbundes. Auf einer Industriebrache wird schrittweise ein lebendiger Ort mit urbaner Hafenatmosphäre entwickelt. Neben einem Anleger für gewerblich betriebene Mehrpersonenboote stehen auch Liegeplätze für private LeipzigBoote (10 Plätze für Typ I; 25 Plätze für Typ II) und Kanus zur Verfügung. 

Mit der Verbindung aus Gastronomie, Hotellerie und wassertouristischer Infrastruktur wird das kleine Hafengebiet Anziehungspunkt für die umliegenden Stadtquartiere. Ein Entwicklungs- und Gestaltungskonzept für den Hafen liegt vor, die formellen Planungsschritte zur Umsetzung des Vorhabens sind getan. Mit der Offenlegung des Elstermühlgrabens bis zur Friedrich-Ebert-Straße (2008-2010) ist die erste Ausbaustufe des Stadthafens abgeschlossen. An- und Ablegen von der Außenmole ist seit dem Jahr 2010 möglich. Mit der späteren vollständigen Öffnung des Elstermühlgrabens besteht für Kanus ein durchgängiger Anschluss zur unteren Weißen Elster. 

Egal für welche Art Bootstour, der Stadthafen bildet dann den idealen Ausgangspunkt. Ob nach Besichtigung des Stadtzentrums mit Thomas- und Nikolaikirche, Gewandhaus oder auch Barfußgässchen, ob nach dem Besuch einer Veranstaltung im nahe gelegenen Sportforum oder dem Forum Thomanum, durch die Gunst der Lage kann ein Besuchstag in Leipzig zukünftig problemlos durch eine - auch mehrtägige - Bootsfahrt abgerundet werden.